Cité Aline Mayrisch - Straßen

Cité Aline Mayrisch

Walferdingen
Gründerin der ersten Frauenorganisation
Engagierte Feministin
Name
Aline
de St Hubert
Geburtsjahr
1874
Todesjahr
1947
Wohnorte
Colpach, Düdelingen-Luxemburg ¦ Cabris-Frankreich

Who is she?

Aline de Saint-Hubert wird am 22. August 1874 in Luxemburg geboren. Die Familie, die ursprünglich aus Diekirch stammt, betreibt in der Hauptstadt einen Holzgroßhandel. Aline besucht das Internat "Sartorius" in Bonn. 1894 heiratet sie Emile Mayrisch, einen Ingenieur und Stahlarbeiter, der später Generaldirektor der ARBED wird. Sie lassen sich in Dudelange nieder und haben zwei Kinder: Jean (der kurz nach seiner Geburt im Jahr 1899 starb) und Andrée, genannt Schnouki (1901-1977). In dieser Zeit entdeckte Aline Mayrisch-de St Hubert ihre Leidenschaft für die Literatur und verfasste unter dem Pseudonym Alain Desportes zahlreiche Artikel und Kritiken.


Aline Mayrisch-de St Hubert setzt sich mit Leib und Seele für die Emanzipation der Frauen ein. Im Jahr 1905 wurde auf ihre Initiative hin die Association pour les intérêts de la femme gegründet. Dieser Verein, der sich nicht nur zum Ziel gesetzt hat, den Ärmsten der Armen zu helfen und die Bildung junger Mädchen zu fördern, startet eine der ersten sozialen Umfragen in Luxemburg. Die Umfrage wird in den Vierteln von Grund durchgeführt, in denen die Lebensbedingungen katastrophal sind. Aline Mayrisch-de St Hubert setzt sich auch für die Gründung der Stiftung des Lycée de jeunes filles, des heutigen Robert-Schuman-Lycée in Luxemburg, ein. Als begeisterte Anhängerin von Kunst und Literatur, Bewunderin und Freundin zahlreicher Intellektueller und Schriftsteller wie André Gide übernahm sie, wie ihr Mann, eine Vermittlerrolle. 1920 ließ sich das Mäzenenpaar im Schloss Colpach nieder. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen förderte Emile Mayrisch die deutsch-französische politische Vermittlung, während Aline Mayrisch-de St Hubert ihr Schloss zu einem literarischen Salon und einem Treffpunkt für Künstler und Politiker machte.


Aline de St Hubert initiierte zahlreiche soziale Werke und unterstützte leidenschaftlich die Gründung einer luxemburgischen Sektion des Roten Kreuzes, dessen Präsidentin sie ebenfalls wurde.


1932 verlieh Großherzogin Charlotte Aline Mayrisch-de St Hubert das Ehrenkreuz für Damen des Zivil- und Militärordens von Adolphe von Nassau. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs reist sie nach Cabris in den Seealpen.

Am 20. Januar 1947 starb Aline de Saint-Hubert in ihrer Villa in Cabris. Ihre Asche wird überführt und in der Grabstätte im Park von Colpach neben ihrem Mann, der neunzehn Jahre zuvor verstorben war, beigesetzt.
In ihrem Testament vermacht Aline Mayrisch-de St Hubert dem Roten Kreuz von Luxemburg das Schloss Colpach und sein Anwesen sowie 500 Anteile an der Belgo-Mineira-Gesellschaft. Das Rote Kreuz macht Colpach zu einem Erholungsort für Rekonvaleszente.

Quellen:
● Germaine Goetzinger und Claude D. Conter: Mayrisch-de St Hubert Aline, dans : Luxemburger Autorenlexikon –, Centre National de Littérature Mersch, 2007 p. 402.
● Katja Rausch : Portrait de femmes célèbres luxembourgeoises, Edition Kará, 2007, pp. 29-34.
● Germaine Goetzinger : Aline Mayrisch-de St Hubert, dans : Lieux de mémoire au Luxembourg, Sonja Kmec et Michel Margue, Imprimerie Saint-Paul, 2e édition 2008, pp.103-108.
● http://www.laml.lu

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