Rue Elisabeth Kox-Risch - Straßen

Rue Elisabeth Kox-Risch

Roeser
Politikerin und Militantin
Gründerin der Anti-Atomkraft Bewegung und der Ökologiebewegung in Luxemburg
Name
Elisabeth
Risch
Geburtsjahr
1926
Todesjahr
1999
Wohnorte
Remich

Who is she?

Elisabeth Risch wurde am 10. Juni 1926 in Remich geboren. 1946 heiratete sie den Winzer François Kox. Für Elisabeth und François war es selbstverständlich, eine große Familie zu gründen. Aus der Ehe gingen elf Kinder hervor (1), darunter die Politiker Henri (2) und Martin Kox, die Winzer Laurent und Benoît Kox sowie Jo Kox, ehemaliger Verwaltungsdirektor des Casino Luxembourg und ehemaliger Präsident des Fonds national culturel. Die sehr dynamische Elisabeth kümmerte sich nicht nur um ihre große Familie, sondern engagierte sich auch tatkräftig in anderen Bereichen. Zunächst war sie 1955 Gründungsmitglied der Ortsgruppe „Fraen a Mammen” in Remich. Dort hatte sie 40 Jahre lang bis 1995 den Vorsitz inne. Elisabeth war auch Mitglied der Christlich-Sozialen Partei und wurde 1973 zur nationalen Vorsitzenden der Frauenabteilung CSF der Christlich-Sozialen Volkspartei Luxemburgs CSV gewählt. Schon früh fällt ihr Engagement für mehr partizipative Demokratie auf. In ihrem Artikel „Die Frau und die Politik”, der am 6. April 1973 im Luxemburger Wort veröffentlicht wird, ruft sie zu einer stärkeren politischen Beteiligung von Frauen auf, die nur durch die Unterstützung und Übernahme von Hausarbeiten durch Männer möglich ist:

Wo ist der Luxemburger Mann, der zu Hause als gleichberechtigter Partner ihr zur Seite steht, und ihr, so wie sie später als er, nach Hause kommt, sämtliche Hausarbeit abgenommen hat? Wer steht der ledigen Frau, der Witwe zur Seite, die sich einsatzbereit zum Allgemeinwohl bekannt hat? Die Türen der Parteien stehen der Frau weit offen. Luxemburger Gatte, Luxemburger Politiker, bist du
bereit, dieTüren ebenso offen zu halten?

Das Jahr 1974 und insbesondere das Projekt zum Bau eines Kernkraftwerks in Remerschen markieren einen Wendepunkt in seiner politischen Karriere. Eine Lehrerin schenkt ihm ein Buch, in dem erklärt wird, dass Kernenergie nicht mit Nachhaltigkeit, Weinbau und Landwirtschaft vereinbar ist, erinnert sich sein Sohn Henri Kox . Die Bevölkerung mobilisiert sich unverzüglich, um ihre kategorische Ablehnung des Projekts zum Ausdruck zu bringen. Élisabeth Kox-Risch gründet die Biergerinitiativ Museldall, deren Vorsitzende sie auch wird, und gibt ihren Kampf erst auf, als das Programm im Dezember 1977 aufgegeben wird. Zusammen mit den anderen Gründerinnen und Gründern der „Bierger-initiativ Museldall” steht Elisabeth Kox-Risch nicht nur an der Wiege der Anti-Atomkraft-Bewegung (Remerschen und Cattenom), sondern auch der aufkommenden Ökologiebewegung in Luxemburg. Infolgedessen kandidiert sie bei den nationalen Wahlen 1994 und 1999 für die politische Partei Die Grünen(3).

Elisabeth Kox-Risch zeichnet sich vor allem durch ihr persönliches Charisma, ihre starke innere Überzeugung und ihre Kraft aus. Sie hat die Fähigkeit, gegen den Strom zu schwimmen und sich voll und ganz für ihre Überzeugungen einzusetzen.

Ihr Name ist untrennbar mit der Geschichte der politischen Ökologie in Luxemburg verbunden. Sie stirbt am 7. August 1999.

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1) Martin, Bernadette, Madeleine, Suzette, Antoinette, Laurent, Yolande, Joseph, Benoît, Henri und Mariette.

2) Politische Ämter von Henri Kox: Minister (2019-2023), Abgeordneter (2004-2019), Bürgermeister von Remich (2009-2017)

3) Die Grünen wurden 1983 unter dem Namen Gréng Alternativ Partei (GAP) gegründet.

Quellen:

● Wikipedia https://lb.wikipedia.org/wiki/%C3%89lisabeth_Kox-Risch

● De Kéisecker vom 1. März 2000

● Luxemburger Wort vom 10.04.2015

● d'Lëtzebuerger Land vom 13.01.2023

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