Madeleine Weis-Bauler ist eine bekannte Persönlichkeit der luxemburgischen Kulturszene, die für ihre Beiträge als Schriftstellerin, Malerin und Widerstandskämpferin bekannt ist.
Sie wurde am 13. Februar 1921 in Esch-sur-Alzette geboren und absolvierte kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs eine Ausbildung zur Kinderpflegerin in Brüssel. Während des Krieges lebte sie mit ihren Eltern in Linster. Da sie sich weigerte, der Volksdeutschen Bewegung beizutreten, hatte sie Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden, und wandte sich schließlich der Zeitarbeit zu.
Sie schloss sich der Widerstandsbewegung Lëtzeburger Fräiheetskämpfer an, was sie 1941 zwang, nach Frankreich zu fliehen. Von einer Landsfrau denunziert, wird sie Ostern 1944 verhaftet. Anschließend wird sie zum Pflichtarbeitsdienst geschickt, wo sie in Weinbergen, Gartenbaubetrieben, einer Sägemühle und schließlich in einer unterirdischen Munitionsfabrik in Allendorf arbeitet. Schließlich wird sie in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Bergen-Belsen inhaftiert.
Nach dem Krieg versuchte diese charakterstarke Frau, wieder ein normales Leben zu führen. 1947 heiratete sie Robert Weis und wurde Mutter von drei Kindern. 1977 zog die Familie nach Echternach. Im Alter von 60 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Malerei. Im Jahr 2009 stellte das Kulturzentrum Abbaye de Neumünster ihre Aquarelle und Ölgemälde aus und widmete ihr anschließend einen Raum als Hommage an ihr Engagement im luxemburgischen Widerstand.
Madeleine Weis-Bauler ist eine bekannte Persönlichkeit der luxemburgischen Kulturszene, die für ihre Beiträge als Schriftstellerin, Malerin und Widerstandskämpferin bekannt ist.
Im Alter von 78 Jahren beschließt Madeleine Weis-Bauler schließlich, ihre Memoiren zu schreiben, vielleicht weil sie erkennt, dass sie ihren Enkelkindern die Gründe für ihre Internierung nicht mehr erklären kann. In dem Werk mit dem Titel „Aus einem anderen Leben”, das ursprünglich in Les Cahiers luxembourgeois veröffentlicht wurde, schildert Madeleine Weis-Bauler in einfacher und bescheidener Sprache die Umstände, die sie dazu veranlassten, sich den Widerstandsnetzen anzuschließen, ihre Verhaftung sowie die verschiedenen Etappen ihrer Reise, die in den Konzentrationslagern endete.
Madeleine Weis-Bauler starb am 10. April 2014 in Echternach und hinterließ ein wertvolles Vermächtnis an Mut und Kreativität.
Quellen:
- https://www.autorenlexikon.lu/page/author/564/564/FRE/index.html
- https://www.neimenster.lu/
- https://lb.wikipedia.org/wiki/Madeleine_Weis-Bauler
- http://www.ons-jongen-a-meedercher.lu/archives/personnes/bauler-ep-weis-madelaine/documents
- d'Lëtzebuerger Land vom 19. April 2002